Corps Saxonia Leipzig Studentenverbindung


 

Geschichte

Inhalt:

1812 - 1935

1812 ist ein Jahr des Auflehnens und des Willens zur Überwindung äußerer Zwänge. Napoleon hat Europa zwar mit dem Code Civil eine neue ungekannte Definition von Bürgerrechten geschenkt,

aber eben auch den Verlust der Selbstbestimmung vieler Nationen herbeigeführt. Junge romantische, engagierte und aus heutiger Sicht beinahe überschwängliche Studenten gründen am 4.September 1812 eine Studentenverbindung. Und zwar bewusst mit den Prinzipien Toleranz, Freundschaft. Selbstvervollkommnung und Freiheitswillen. So war es auch konsequent, dass unsere Stifter alle an der Völkerschlacht teilnahmen. Selbst an der Schlacht bei Waterloo von 1815 nahm einer von ihnen Teil.

Das Corps Saxonia etabliert sich in Leipzig und wird ein gesellschaftlich bedeutender Faktor. Richard Wagner tritt während seines Studiums dem Bund bei und verlässt ihn erst wieder bei seiner überstürzten Flucht von der Universität Leipzig. Sein damals noch sehr aufrührerischer Wesenszug ließ ihn in Konflikte mit der Obrigkeit geraten.

Die Kaiserzeit bedeutet auch für Saxonia eine Blütezeit. Das Corps errichtete sich in der Elsterstraße das erste Corpshaus und hatte bis zu 250 Mitglieder. Nicht selten nahmen die Prinzen des sächsischen Königshauses an unseren Festen teil. 1935 definiert das NS-Regime die Studentenverbindungen allgemein und die Corps im Besonderen als Widersacher der angeblich Neuen Zeit. Per Erlass wird Saxonia zur Auflösung gezwungen.